Schloss Brolio oder Castello di Brolio und andere Burgen in der Region Chianti in der Toskana, Italien

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Schlösser im Chiantigebiet

Die Straße der Burgen

Blauer Reiseweg - San Giusto a Rentennano (alle Monache), Lucignano, La Torricella, Castello di Brolio



Schloss Brolio

Wenn Sie bei Pianella die Brücke über den Fluss Arbia überquert haben, gelangen Sie auf der Straße der Burgen im Chianti in die Stadt Gaiole. Wenn Sie an der ersten Gabelung nach rechts abbiegen, finden Sie sich unvermittelt in einer für die Region Chianti typischen Landschaft wieder. Kurz darauf biegten Sie nach links auf die Straße nach S. Giusto a Rentennano (alle Monache) ab, ein benediktinisches Nonnenkloster von San Giusto, das definitiv vor 1136 errichtet wurde. Es gehörte einst zum Haus der Berardenghi, von dem es mehrere Landkonzessionen erhalten hatte. Nach der Unterzeichnung des Friedens von Poggibonsi zwischen Siena und Florenz gehörte das Kloster ab 1204 zum Territorium von Florenz. Die ursprünglichen Verbindungen zur Berardenghi-Familie und zur Abtei von Berardenga bestanden jedoch weiter. 1297 wurden die Nonnen nach Siena ins Kloster Santa Maria Novella umgesiedelt. Das Dorf und die Kirche von San Giusto gingen wegen ihrer strategischen Grenzlage in den Besitz der Ricasoli-Familie über und wurden von ihr alsbald in eine Festung umgewandelt. Diese wurde jedoch im Juni 1390 von den Truppen Sienas eingenommen, wobei erstmals in der toskanischen Geschichte Kanonen zum Einsatz kamen. Dabei wurde die Burg weitestgehend zerstört (tatsächlich bedeutete die Erfindung der Kanone im 14. Jahrhundert den Anfang vom Ende der Burgen als militärische Schutzeinrichtungen). Auf den Trümmern der Burg wurde später die heutige Villa errichtet. Neben der Villa stehen heute noch einige Überreste von Mauern, die zweifellos mittelalterlicher Herkunft sind.

Wenn Sie wieder auf die Straße zurückkehren und ihr ein weiteres Stückchen folgen, können Sie einen wundervollen Ausblick auf Lucignano im Chianti genießen. Diesen Ort erreichen Sie über einen kurzen Umweg. Die Burg von Lucignano befand sich einst im Besitz der Vallombrosianermönche aus der Abtei von Coltibuono, in deren Landkarten sie ab der Mitte des 11. Jahrhunderts erwähnt wird. Ein Jahrhundert später ging die Kirche von Santa Cristina bei Lucignano in den Besitz der Nonnen von San Giusto über. 1176 übergaben die Sienesen Lucignano zusammen mit anderen Burgen des Chianti an die Florentiner. Die Übergabe wurde durch die 1204 geschlossenen Friedensvereinbarung endgültig bestätigt. 1432 wurde die Burg von den Bewohnern Sienas eingenommen, die sie jedoch nach gut einem Jahr in Folge des Friedens von Ferrara an die Florentiner zurückgeben mussten. Im Laufe der in den darauffolgenden Jahrzehnten ausgetragenen Kriege wurde sie jedoch stark beschädigt. Von der einstigen Burg ist nur ein hohes, rechteckiges Gebäude mit gewölbten Zimmerdecken erhalten, das im 16. Jahrhundert umgebaut wurde. Um den Innenhof gruppieren sich einige weitere Gebäude, die wahrscheinlich auch aus dem Mittelalter stammen und von Südwesten über ein Steingewölbe zugänglich sind.

Wenn Sie der Straße ein Stück weiter abwärts folgen, können Sie dort, wo die beiden schmalen Täler zusammenstoßen, die äußerst malerische Burg La Torricella sehen. Sie erreichen diese Burg über eine Straße, die nach einem weiteren kurzen Stück von der Hauptstraße abzweigt. La Torricella wurde erstmals in einer Gesetzesurkunde von 1204 erwähnt, die den Grenzverlauf zwischen den Territorien von Siena und Florenz festschreibt. Leider gibt es keine Überlieferungen, aus welchem Material die Burg bestanden hat, und sie wird auch nirgendwo explizit als Burg erwähnt. Heute steht hier eine wunderschöne Villa aus dem 17. Jahrhundert. Daneben befindet sich eine Kapelle, die wahrscheinlich aus der selben Zeit stammt.




Schloss Brolio



Wenn Sie der Straße weiter folgen, kommen Sie durch San Regolo (hier befindet sich übrigens etwas abseits der Straße die sehr gute Trattoria „Il Carlino d´Oro“) und erreichen schließlich die wichtige Kreuzung Madonna von Brolio. Wenn Sie von dort aus der Hauptstraße in Richtung Castelnuovo folgen und anschließend rechts abbiegen, erreichen Sie die imposante Schlo? Brolio. Die Burg und ihr Innenhof wurden 1009 vom Marquis Bonifaz, dem Sohn des Grafen Alberto, an die Abtei von Florenz vermacht. Ungefähr in der Mitte des darauffolgenden Jahrhunderts ging sie in den Besitz der Firidolfi-Familie über. Danach fiel die Burg an Florenz und ging 1176 endgültig in deren Besitz über, obwohl die Sienesen unermüdlich und dennoch vergeblich versuchten, die Burg zurückzuerobern. Die Stadt Florenz hielt die Burg für so bedeutend, dass sie im Jahre 1298 einen Podestà (Hauptverwalter) entsandten und später sogar neue Befestigungsanlagen bauten. 1452 und 1478 wurde die Burg von den Aragonesen eingenommen und jedes Mal weitestgehend zerstört. Nach 1484 ließ Giuliano da Sangallo die Burg auf Geheiß von Cosimo I. wiedererrichten. Die von ihm in der Form eines ungleichmäßigen Fünfecks errichteten Mauern gelten als eines der ersten Beispiele für eine Bastion. Sie bildeten damals quasi die erste, wenngleich auch noch ziemlich primitive Festung der Toskana. Bis heute sind diese Mauern sehr gut erhalten. Sie verfügen über einen hohen Burgwall an ihrem Fundament, und die verschiedenen, über die einzelnen Etagen der Festung verteilten Schießscharten sind dabei eines ihrer interessantesten Elemente. Im 19. Jahrhundert diente die Burg über mehrere Jahrzehnte hinweg als Residenz und Zufluchtsort für Bettino Ricasoli, einem großen Staatsmann während der Zeit italienischen Vereinigung. Er war hoch kultiviert und zudem ein erfahrener Landwirt. Tatsächlich legte er die Zusammensetzung der Weinsorte „Chianti“ fest, also den Anteil der verschiedenen Rebsorten, die für seine Kelterung benutzt werden. In dieser letzten glanzvollen Periode wurde die Burg mit zahlreichen neogotischen Elementen im Siena-Stil umgebaut und spiegelt dadurch bis heute eindrucksvoll den romantischen Geschmack der damaligen Zeit wieder.

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Anna Maria Baldini
























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Anna Maria Baldini