Burg Verrazzano Weinbau in der Nähe von Greve in Chianti

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Die Burg (das Schloß) von Verrazzano


Castello di Varrazzano
Castello di Varrazzano

Das Schloß Verrazzano (Castello di Verrazzano) ist der berühmte Familiensitz des Seefahrers Giovanni da Verrazzano (auch unter der Schreibweise Verrazano bekannt), dem Entdecker der Bucht von New York. Das Castello di Verrazzano gehört zu einer Reihe wunderschöner Burgvillen im Greve-Tal, zu denen z.B. das Castello di Vicchiomaggio, das Castello di Uzzano sowie die Villa Vignamaggio und die Villa Calcinaia gehören.

Der Hauptturm der Burg stammt aus der späten Romanischen Periode. Er ist über einen unterirdischen Weg mit einem anderen nahe gelegenen Turm verbunden und beide zusammen stellten einen wichtigen Kontrollpunkt über das ganze Greve-Tal dar, von dem aus jede Bewegung zwischen Florenz und Siena registriert werden konnte.

Die Familie Verrazzano, ursprünglich aus der Langobardei, trug Ihren Namen, laut einiger Gelehrter, in Anlehnung an die Region, in der sie sich im 7., Jahrhundert niederließ und nicht, wie andere kluge Köpfe glaubten, bereits vor dem Jahr 971, als Hugo, der Marquis der Toskana, noch Herrscher von Florenz war. Der Name Verrazzano könnte auch von dem lateinischen Namen der Region "Veratius" (Veratiae Gentis Veraci - Bauernhof der Verazi) oder von den lateinischen Wörtern "verres" (Wildschwein) und "zona", (Land des Wildschweins) abstammen.

Die Familie gehörte der Welfengruppe an und dies war der Grund für zahlreiche Streitigkeiten und Fehden. Im Jahr 1247 hatten sie unter den Ghibellinen zu leiden und in der Schlacht von Montaperti im Jahr 1260 verloren sie zwei Söhne. Ser Chiaro da Verrazzano selbst, ein tapferer Verteidiger der Welfen, musste nach Rom fliehen und die Burg den siegreichen Ghibellinen überlassen. In Rom erfuhr Kardinal Corsini von dem Schicksal des Ser Chiaro und ordnete daraufhin an, dass dem Wappen der Verrazzano ein Stern auf einem halb weißem und halb gelbem (die Vatikanfarben) Untergrund hinzugefügt werden sollte.

Später, als der Frieden wieder hergestellt und die Welfenregierung wieder in Kraft gesetzt war, kehrte Ser Chiaro nach Hause zurück, wurde aber auf der Reise nach Florenz von Ricasolis Räuberbande überfallen und aller Schätze beraubt, die er in Rom angehäuft hatte. Doch selbst in dieser misslichen Lage bewies Ser Chiaro sein Geschick darin, das Beste aus jeder Situation herauszuholen: Als die Räuber samt ihrem Diebesgut gefunden wurden "erhielt er mehr zurück als er verloren hatte". Wie man sich denken kann, wurde er dafür genauso beneidet und gehasst wie für seine gute Stellung in der Regierung und der städtischen Angelegenheiten von Florenz und als sich die Florentiner im Jahr 1197 nach dem Tod von Heinrich VI, dem Kaiser des heiligen Römischen Reichs, ihre Unabhängigkeit wieder zurückeroberten, gelang es ihm nicht, zu fliehen.

Seine Söhne stellten ein weiteres Mal den Mut und die Skrupellosigkeit der Familie unter Beweis, indem sie die Anstifter der Verschwörung aufspürten und enthaupteten. Den tatsächlichen Messerstecher erwartete ein ganz "besonderes" Schicksal: man schlug ihm eine Hand ab und stellte sie drei Tage lang in der Öffentlichkeit zur Schau, während der Mörder selbst neben der Straße aufgehängt wurde und dort elendig verblutete. Ja damals herrschten raue Sitten.

Viel mehr ist über die Familie nicht überliefert, denn der Florentiner Wohnsitz der Verrazzanos wurde während der unvergesslichen Belagerung der Imperialisten im Jahr 1530 durch einen Brand zerstört und somit waren alle wichtigen Dokumente in den Archiven unwiederbringlich verloren. Die Familie Verrazzano besaß einen Altar (den es immer noch gibt) und mehrere Grabstätten in der Kirche Santa Croce.






Im Jahr 1485 wurde Giovanni da Verrazzano geboren, der spätere Seefahrer, der die Bucht von New York sowie einen großes Stück der Ostküste Amerikas entdeckte. Giovannis Arbeit für den König Franz I brachte ihm als Belohnung die französischen Fleur de Lys für das Familienwappen ein.

Ein weiteres Familienmitglied, das die Seefahrtstradition aufrechterhielt war Girolamo, der Karten der Alten Welt sowie Karten mit den neuen Ländern, die sein Bruder Giovanni für die europäischen Herrscher entdeckt hatte, anfertigte. Und noch ein seefahrender Varrazzano ging in die Geschichte ein: Cavalier Prior Lodovico di Francesco da Verrazzano, Admiral-General der Galeeren von Saint Stephen und Gouverneur von Livorno, der die Schlacht von Zembalo gegen die Türken gewann.

Die Bedeutung des Hafens von Livorno während der Periode des Großherzogs, als er einer der führenden Häfen des Mittelmeerraums war, führte man auf die Familie Verrazzano zurück sowie auf die Tatsache, dass die Bürger von Livorno die Straße, die vom Hafen nach Florenz führte "Verrazzania" nannten, da es sich um die Straße handelte, auf der die Familie unterwegs war.

Im Jahr 1819 starb die Familie aus und somit endete eine lange Geschichte ehrenwerter Herren: Die Verrazzanos waren die ersten Magistrate der Republik Florenz und bekleideten zweimal die Position des Fahnenträgers der Gerechtigkeit und 35mal hatten sie die Ehre, der Prior zu sein.

Das Anwesen ist seit vielen Jahren berühmt für seine erstklassigen Chianti Classico-Weine und die Burg, die im Laufe der Jahrhunderte nach dem Verschwinden der Familie Verrazzano verfallen war, erstrahlt heute dank der Restaurierung durch seinen Besitzer Cavaliere Luigi Cappellini, die in Zusammenarbeit mit den für die Sehenswürdigkeiten von Florenz zuständigen Behörden erfolgte, erneut im alten Glanz. Auf der wunderschönen überdachten Terrasse finden heute Musicals und andere Veranstaltungen statt und die Burg ist Ausgangspunkt schöner Weintouren.

Anna Maria Baldini


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Anna Maria Baldini